Martin aus Ulm: Wasserschaden im Altbau in vier Schritten richtig reinigen
Schritt 1: Wasser stoppen und den Schaden dokumentieren
Ein Wasserschaden im Altbau beginnt selten mit einem lauten Knall. Häufig zieht Feuchtigkeit über eine undichte Steigleitung in den Lehmputz, und die ersten Flecken zeigen sich erst Tage später an der Wand. Wer sofort den Haupthahn schließt, elektrische Geräte vom Strom nimmt und den betroffenen Bereich mit Fotos dokumentiert, verhindert Folgeschäden und schafft eine belastbare Grundlage für die Versicherung. Steht Wasser auf dem Boden, wird es mit einem Nasssauger aufgenommen; Zählerstände und erste Feuchtemesswerte gehören ebenfalls ins Protokoll. Möbel werden mindestens einen halben Meter von der Wand gerückt, damit Luft an die feuchten Flächen kommt.
Schritt 2: Trocknung und Reinigung trennen
Die Ursache für viele misslungene Reinigungen ist der falsche Zeitpunkt: Solange der Untergrund feucht ist, verteilt jede Nassreinigung Salze und Schmutz tiefer ins Material. Zuerst muss ein Trocknungsgerät die Restfeuchte senken; erst danach wird trocken gereinigt. Martin, ein erfahrener Reinigungsprofi aus Ulm, empfiehlt für poröse Oberflächen einen HEPA-Staubsauger und für empfindlichen Lehmputz zunächst nur eine trockene Bürste. Eine zu frühe Nassreinigung beseitigt Schimmel nicht, sondern überdeckt ihn optisch. Die Trocknungsdauer hängt von Putzdicke und Raumtemperatur ab; bei Lehmputz sind oft mehrere Tage nötig.
Schritt 3: Reinigungsmittel nach Material wählen
Ein pauschaler Allzweckreiniger ist bei Wasserschäden oft die falsche Lösung. Die Oberfläche entscheidet über Mittel und Methode:
- Kalkputz und Kalkfarbe: Nur pH-neutrale Reiniger verwenden, weil Säure den Kalk anlöst und neue Flecken erzeugt.
- Holz und Parkett: Feucht wischen vermeidet Quellschäden; besser nebelfeucht arbeiten und sofort trocken nachwischen.
- Fliesen und Silikonfugen: Schimmelränder mit Alkohol behandeln, aber Silikon bei tiefem Befall vollständig ersetzen.
Vor dem flächigen Einsatz wird jedes Mittel an einer unauffälligen Stelle getestet. So zeigt sich, ob Farbe, Imprägnierung oder Holzoberfläche reagieren, bevor die gesamte Wand behandelt wird.
Schritt 4: Restfeuchte und Geruch kontrollieren
Eine Reinigung ist erst abgeschlossen, wenn ein Feuchtemessgerät im Mauerwerk weniger als zwei Prozent Restfeuchte anzeigt und auch nach geschlossenen Fenstern kein modriger Geruch auftritt. Bleibt ein muffiger Eindruck, deutet das auf verdeckte Feuchtigkeit oder mikrobielle Belastung hin. Nach der Reinigung werden alle Flächen mit klarem Wasser nachgewischt, aber nicht geflutet; anschließend braucht der Raum eine kontrollierte Lüftung, keine Dauerkipplüftung im Winter. Bei hartnäckigen Fällen in Ulm kann man sich an martin wenden, um die nächsten Schritte fachlich prüfen zu lassen.

